Marktgeschichte

Ein genaues Gründungsdatum für den Markt Aidenbach ist nicht bekannt. Fest steht nur, dass 1072 die Pfarrei erstmals in einer Stiftungsurkunde des Bischofs Altmann erwähnt und in einem Dokument von 1268 ein bestimmter Zöllner aufgeführt wird, was beweist, dass die Siedlung damals schon Marktrechte hatte.

Ein enges Verhältnis bestand sowohl zur zugehörigen Herrschaft in Haidenburg, die die Gerichtsbarkeit über den Markt ausübte, als auch zum nahegelegenen Kloster Aldersbach. Feste Verträge gestanden dem Markt zwar diverse Rechte zu z. B. das der Zollerhebung, sicherten jedoch gleichzeitig die Interessen der Zisterziensermönche. Der an sich florierende Markt wurde im Laufe der Zeit häufig durch Kriege und Seuchen in Hunger und Schulden gestürzt.

Die Auswirkungen des Spanischen Erbfolgekrieges bekamen die Aidenbacher auf die grausamste Weise direkt zu verspüren. In der Schlacht von Aidenbach (1705/06) wurden die Souveränitätsbestrebungen der aufständischen bayerischen Bauern, die die österreichische Herrschaft abschütteln wollten, brutal niedergeschlagen.

Nur sechs Jahre später, 1712, erwartete die Bevölkerung die nächste Katastrophe in Form eines Großbrandes, der sämtliche Gebäude auf der Bräuseite des Platzes (Norden) bis auf den Kirchenwirt in Schutt und Asche legte.

Bis zum Jahre 1817 befand sich der Marktplatz in einem für die Bevölkerung untragbaren Zustand. Die offenen Abwassergräben und Kalkgruben führten dazu, dass die meisten Bürger nur über Stege in ihre Häuser gelangen konnten und der Platz erst durch Brücken befahrbar wurde – von dem pestilenzartigen Gestank und der Seuchengefahr mal ganz abgesehen. Nicht selten blieb ein Fuhrwerk stecken. Um diese Missstände zu beseitigen, schüttete man die Gräben zu, schuf auf diese Weise eine durchgehende ebene Fläche und somit letzten Endes die heutige Form des Marktplatzes.

Ab Mitte des 19. Jahrhundert legte man zunehmend Wert auf die ästhetische Gestaltung des Platzes. Aus diesem Grunde wurde der Friedhof an die nahegelegene Wallfahrtsstätte Buchenöd verlegt, die Totenkapelle abgerissen und nicht zuletzt die Kirche verschönert. Dennoch musste letztere Ende des 19. Jahrhundert abgerissen und völlig neu wiederaufgebaut werden. 1848, nach Auflösung der Patrimonialgerichte, wurde der Markt dem Landgericht Vilshofen unterstellt.

Rein vom äußeren Erscheinungsbild her gesehen gingen die Kriegsschrecken der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts an Aidenbach spurlos vorüber. Um so mehr Spuren zeigten dafür die Modernisierungsaktivitäten nach dem 2. Weltkrieg.

Eine große optische Veränderung im Ortskern brachte die Marktplatzsanierung im Jahre 2001, im Zuge derer der Markplatz ansprechend gepflastert und mit Bäumen bepflanzt wurde. Hier entstand auch der Brunnen bei der Pfarrkirche, der Schotterbereich in der Marktplatzmitte mit dem Marktbach und das Kriegerdenkmal wurde neu platziert.

Am Tag der Städtebauförderung am 14. Mai 2022 wurden die mit dieser Förderung bis dahin erfolgten Veränderungen in Aidenbach präsentiert. Dazu gehören die Neugestaltung der Vilshofener Straße („Braun-Haus“/Kindergarten), die Sanierung des Alten Rathauses am Marktplatz und des Hauses Marktplatz 42, die optische Umgestaltung des Marktplatzes mit neuem Stadtmobiliar und Blühflächen, der Errichtung eines Parkdecks am Unteren Markt mit der Einhergehung der Neugestaltung des Unteren Markts, dem Fassaden- und Geschäftsflächenprogramm (optische Aufwertung von Fassaden und Start-up-Programm) und der Schaffung von neuen Parkplätzen auf dem Volksfestplatz. Bereits in Angriff genommen wurde zu diesem Zeitpunkt die Sanierung des ehemaligen Krankenhauses in Aidenbach, die mit der Eröffnung als Bürgerhaus am 17. Mai 2024 abgeschlossen wurde. Bis Sommer 2025 wird mit Mitteln der Städtebauförderung der Sportplatz Aidenbach verlegt, um das Sondergebiet Sport im Rosenweg zu optimieren.

Das Aidenbacher Marktwappen erstrahlt in kräftigen Farben. Ein leuchtendes Royalblau, ein sattes Gelb und ein sanfter Grauton mit schwarzer Umrahmung sind die Grundlagen des Wappens. Von dessen linken oberen Eck sieht sich ein Balken diagonal bis zur rechten unteren Seite durch das Wappen. Dieser Balken stellt einen Bach dar. In der Mitte des Balkens befinden sich zwei nach entgegengesetzter Richtung geneigte Hacken. Diese waren in ältesten Zeiten landwirtschaftliche Werkzeuge (ähnlich heutigen Gartenpickeln) und dienten der Urbarmachung.

Der Markt Aidenbach hat einige Ehrenbürger hervorgebracht. Sie haben sich um die Bürgerinnen und Bürger und die Marktgemeinde verdient gemacht.

HERR WALTER TAUBENEDER
MdL a. D., langjähriger 1. und 2. Bürgermeister (1984-2008)
SEIT 28.10.2021
HERR ALOIS MADER
Kaufmann und langjähriger Marktrat von 1966 bis 1991
SEIT 18.10.2007
verst. 2016
HERR HANS JOCHAM
Gärtnermeister; langjähriger 3. Bürgermeister und Marktrat von 1972 bis 2002
SEIT 08.05.2002
verst. 2018
HERR HANS ASEN
Metzgermeister; langjähriger Marktrat von 1972 bis 2002
SEIT 08.05.2002
verst. 2018
HERR REINER ANDERLE
Unternehmer und langjähriger Marktrat von 1972 bis 2002
SEIT 08.05.2002
verst. 2013
FRAU FRANZISKA METZ
Oberlehrerin; langjährige Gemeindechronistin
SEIT 30.11.2001
verst. 2003
HERR MONSIGNORE JOSEF KOHLBAUER
langjähriger Marktrat
SEIT 24.11.1995
verst. 2019
SCHWESTER FESTA SCHMID
Oberin des Kindergartens
SEIT 07.11.1974
verst. 2005
HERR JOSEF ASENKERSCHBAUMER
Pfarrer in Aidenbach
SEIT 06.07.1971
verst. 1991
HERR WILHELM REITMEIER
Holzgroßhändler; 2. Bürgermeister
SEIT 07.01.1966
verst. 1973
SCHWESTER HERALDA (FRAU REGINA BAUER)
Oberin des Krankenhauses Aidenbach
SEIT 01.01.1965
verst. 1965
HERR HERMANN SILBEREISEN
Kaufmann; 1. Bürgermeister
SEIT 05.05.1961
verst. 1994
HERR MAX HAYDN
Pfarrer der Pfarrei Aidenbach
SEIT 13.07.1960
verst. 1963
HERR HANNS SEIDEL
Staatsminister, München
SEIT 28.08.1952
verst. 1961
HERR ALOIS SAGMEISTER
Dipl. Ing.; Direktor der Brauerei Aldersbach
SEIT 01.08.1952
verst. 1953
HERR MAX SCHNED
Pfarrer der Pfarrei Aidenbach
SEIT 02.12.1950
verst. 1953

Öffnungszeiten

Zu den folgenden Zeiten hat unsere Verwaltung geöffnet: 

Montag

08:00 - 12:00 Uhr
und 13:00 - 16:00 Uhr

Dienstag

08:00 - 12:00 Uhr

Mittwoch

08:00 - 12:00 Uhr

Donnerstag

08:00 - 12:00 Uhr
und 13:00 - 16:00 Uhr

Freitag

08:00 - 12:00 Uhr

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Dann kontaktieren Sie uns einfach jederzeit unter folgenden Kontaktmöglichkeiten: